Vertreter des Net Zero Valley Lausitz (NZVL) waren im Februar 2026 in Brüssel zu Gast und führten strategische Gespräche. Im Mittelpunkt stand ein Austausch mit Kerstin Jorna, Generaldirektorin in der Europäischen Kommission, sowie mit Daniel Gerber und Dr. Christian Ehler. Die Diskussionen drehten sich um konkrete Fragen der europäischen Rahmenbedingungen für die Valleys.

Austausch mit Kerstin Jorna, EU-Generaldirektorin

Folgende Themen standen im Vordergrund:

Welche Beschleunigungen und Vereinfachungen sind auf EU-Ebene möglich? Die Ausgestaltung der Net-Zero-Valleys braucht klare und schlanke Prozesse – wie kann die EU-Ebene hier gezielt beitragen?

Wie lassen sich bestehende Gesetzgebungsakte besser verknüpfen? Stichwort Accelerator Act: Die Möglichkeiten, verschiedene EU-Acts intelligent miteinander zu verbinden und dadurch mehr Vorteile für die Valleys zu generieren, wurden diskutiert.

KI und Digitalisierung der Verwaltung wurden als weitere Schlüsselthemen identifiziert – denn smarte Verwaltungsprozesse sind eine Grundvoraussetzung für schnelle Umsetzung vor Ort.

Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Valleys in Europa runden den strategischen Horizont ab. Das NZVL will nicht nur Modellregion sein, sondern Teil eines wachsenden europäischen Ökosystems.

Als Dankeschön für die bisherige Unterstützung wurden Net Zero Valley Hoodies überreicht – eine kleine, aber symbolische Geste der Verbundenheit.

Gespräch mit der DIHK-Vertretung in der EU

Im Vorfeld des Kommissionstermins fand ein weiteres wichtiges Treffen statt: mit Freya Lemcke, Leiterin der Vertretung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei der EU, sowie André Fritsche, Dr. Maria Marquardt und Markus Niggemann.

Auch hier stand eine zentrale Frage im Raum: Wie kann der DIHK die Net-Zero-Valleys im weiteren Prozess unterstützen? Der DIHK befindet sich bereits heute im aktiven Austausch mit zahlreichen deutschen Kammern zu diesem Thema – ein starkes Netzwerk, das den Valleys zugutekommen kann.

Lausitz als europäische Stimme

Die Brüsseler Gespräche machen deutlich: Das Net Zero Valley Lausitz ist nicht nur ein regionales Projekt, sondern ein Baustein der europäischen Industrie- und Klimapolitik. Die Vernetzung auf EU-Ebene – mit Kommission, Parlament und Wirtschaftsorganisationen – ist entscheidend, um die richtigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung zu schaffen.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs – und sehen uns sicherlich bald wieder in Brüssel!