Staatsministerin Elisabeth Kaiser sichert der Lausitzrunde die Unterstützung des Bundes zu

Bei der heutigen Sitzung der Lausitzrunde in Forst (Lausitz) sicherte Staatsministerin und Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser der Region erneut die Unterstützung des Bundes zu. Die Lausitz habe das Potenzial, eine Modellregion für erfolgreichen Strukturwandel in Europa zu werden.

Zentrales Thema des Treffens war der bevorstehende nächste Schritt im Rahmen des European Net Zero Industry Act: die erwartete Ausweisung der Lausitz zum ersten Europäischen Net Zero Valley am 16. Dezember 2025. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Ländern, Banken, Wirtschaftsförderung und Industrie tauschten sich dazu ausführlich aus.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der neue Status schnell mit konkretem Nutzen hinterlegt werden kann. Landrat Dr. Stephan Meyer betonte die Bedeutung beschleunigter Planungs- und Genehmigungsverfahren, um das Net Zero Valley Lausitz zu einem echten Motor für klimaneutrale Industrieansiedlungen und Innovationen zu machen. Die Anwesenden waren sich einig: Der Titel darf kein Etikett sein – er muss zu messbaren Fortschritten führen.

Ebenso diskutiert wurde, wie der Net-Zero-Ansatz neue Impulse für eine offene, progressiv ausgerichtete Willkommenskultur setzen kann. Wissenschafts- und Innovationsprojekte spielen dabei eine Schlüsselrolle, betonte Christine Herntier, Sprecherin der Lausitzrunde. Sie seien wichtig, um junge Fachkräfte zu gewinnen und langfristig in der Region zu halten.

Neben dem Schwerpunkt Net Zero Valley kamen auch weitere strukturrelevante Themen wie die Sichtbarkeit des laufenden Wandels sowie der Wasserhaushalt der Spree zur Sprache. Hier forderten Vertreterinnen und Vertreter der Lausitzrunde weiterhin eine enge Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Weitere Informationen zur Initiative finden Sie auf den Webseiten:

Lausitzrunde: www.lausitzrunde.de
Net Zero Valley Lausitz: www.netzerovalley.eu

Fotos: Andreas Franke Fotografie